Hallo Angehörige

…. während ein Demenzkranker sehr oft sucht, so versucht ein Angehöriger oft zu helfen und den richtigen Weg für seinen Angehörigen, Freund oder Partner zu wählen.

Oft weiß man/frau nicht was der „richtige“ Weg ist bzw. der gewünschte Weg ist oder erscheint als nicht realisierbar Mich selber traf fast der Schlag als meine Mutter, die wohl mit über 80 vergesslich wurde, plötzlich aus der Bahn geworfen wurde. Gestern noch selber mit dem Auto einkaufen fahren und soweit „alles im Griff“ war heute alles anders.

Abends in die Badewanne gegangen, aus eigenen Kräften nicht mehr herausgekommen und nur durch einen glücklichen Zufall gefunden worden, so war der Anfang des Horrors. Eine Nachbarin rief den Rettungswagen. Dessen Besatzung wollte sie, zumal sehr verwirrt da sie eine Nacht in der Badewanne verbracht hatte, zur Sicherheit im Krankenhaus untersuchen lassen.

Im Krankenhaus verlor sie komplett alles was bis heute für sie logisch war. Hier waren lauter fremde Menschen, eine fremde Umgebung, der Schock der vielen Stunden in der Badewanne und die schlechte Versorgung im Krankenhaus ergaben eine Verwirrtheit, bei und von der mich der Schlag traf. Vom Krankenhaus  – dem Sozialdienst – wurde mir klar mitgeteilt, dass ein weiterer Aufenthalt meiner Mutter in deren Wohnung nicht mehr möglich sei.

Ich habe die Betreuung übernommen (vormals noch ohne Vollmachten) um zu verhindern, dass sie durch einen gesetzlichen Betreuer ins nächstbeste (sagen wir lieber: nächstschlechteste) Heim abgeschoben wird.

Nun ging der Horror los: nach meiner Mutter im Krankenhaus sehen (da das Personal dort in allem überlastet war) ein Heim für die Stabilisierung suchen, den Kater versorgen, die Kranken- bzw. Pflegekasse kontaktieren und das alles mit den Belastungen des schlechten Gesundheitszustandes und nächtlichen Anrufen ob lebenserhaltende Maßnahmen gewünscht werden oder nicht…..

Hier will ich für jene, denen es ähnlich geht wie mir, versuchen meine Erfahrungen einzubringen um es meinen Mitmenschen eventuell etwas leichter machen zu können.

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