Archiv | Januar 2018

Bruder Schmerz

Wenn chronische Schmerzen angesagt sind, dann habe ich die Möglichkeit mit meinem (Selbst-)Mitleid(en) hinzugeben oder aktiv zu versuchen zusammen mit meinem „Bruder Schmerz“ ein neues Leben aufzubauen.

Vor rund 50 Jahren habe ich ein Geschenk bekommen: das Laufen. Es war so selbstverständlich. Als kleines Kind das laufen zu lernen, als Teenager zu springen, als Erwachsener dem einen oder anderen Problem davonzulaufen oder der einen oder anderen glücklichen Situation entgegen zu laufen. Ich habe dieses „Geschenk“ nicht sorgsam genug gepflegt, deshalb hätte ich es fast verloren.

Nunmehr ist es meine persönliche Aufgabe (so sehe ich es für mich) alles erdenkliche zu tun, um zusammen mit meinem Schmerz den ersten Tag vom Rest meines Lebens so zufrieden wie möglich zu verbringen. Ab März 2016 kam zu einer (mir bis dahin unbekannten) Hüftarthrose eine böse Entzündung genau dieser Hüfte, die mir Laufkraft und Bewegungsfähigkeit nahm. Gleichzeitig lag meine Mutter im Sterben und ich habe mich kräftemässig übernommen. Meine Hüften mussten zuviel „er-„tragen.

Mein Körper hat mich durch diese Warnsignale und dadurch, dass er mich lahm gelegt hat, gehindert ihn komplett zu zerstören. Ich war fahrig, nervös, todtraurig um meine Mutter und nur noch unterwegs um ihr zu helfen, meinen Job zu bewältigen und einfach rund um die Uhr angespannt. Dann brach die Gesundheit zusammen, meine Mutter starb – und ich kroch dem Sarg hinterher. Traurigkeit und Schmerz haben mich ziemlich schwach werden lassen und mir zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr die Kraftreserven gegeben mich selber aufzurappeln. Das kostete seine Zeit. Und es kostete viele Mühen meine Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Ich möchte hier meinem Bruder Schmerz diese Art Tagebuch widmen. Zum ersten, um mich selber zu reflektieren und zum zweiten um Mut zu machen, dass es ganz viele Hilfsmöglichkeiten gibt, die wir aber selber ansteuern und umsetzen müssen, bevor wir unserem Bruder Schmerz „Beine machen“ können.

Dieser Beitrag wurde am 31. Januar 2018 in Bruder Schmerz veröffentlicht.

Voltaflex und Arthrologes

Komplett verzweifelt war ich im Mai 2017 als neben Hüftarthrose und einer bösen Entzündung das Laufen für mich nicht mehr möglich war. Bereits seit einigen Jahren hatte ich mich mit Rückenschmerzen gequält, was schon für sich alleine mein Leben einschränkte und nicht gerade einfacher machte, aber dass nun auch noch die Hüfte ihren Geist aufgeben wollte bedeutete eine Fehlhaltung nach der anderen – eine Schonhaltung brachte die nächste Fehlstellung mit sich und ich wurde quasi selber zum Macher meiner Schmerzen.

Im Netz gesucht und gesucht – Arthrose soll ja eigentlich eine Krankheit sein, gegen die es keine Chance geben soll und keine Medikamente. In Sportforen bin ich auch Arthrologes gestoßen, welches überwiegend bei Knieproblemen empfohlen wurde. Beim sichten der Bestandteile bin ich auf Glucosaminol gestoßen. Einen Stoff, den ich meinen Katzen schon seit Jahren gebe. Vielleicht ist meine alte Katzenoma mit 17 noch fit gewesen durch genau diesen Stoff? Nun, was meinen vielen Tigern nie zum Nachteil wurde, kann auch für mich keine Nachteile bringen, dachte ich und fing mit der ersten Packung Arthrologes an.

Ich fühlte mich etwas besser, verspürte meine Nachteile, meinte aber auch dass die Wirkung nicht besonders hoch sei. Diesen Irrtum bemerkte ich jedoch erst, als ich durch Schlamperei dieses Ergänzungsnahrungsmittel gegen Arthrose nicht mehr im Hause hatte. Jetzt nämlich wurden die Schmerzen in der Hüfte wieder stärker. Ein Zeichen für mich, dass entweder Glucosaminol mir und meiner Arthrose helfen kann – oder aber die Einbildungskraft stark genug ist um mir Besserung zu verschaffen. Welcher der beiden Punkte der entscheidende war, dass kann ich nicht sagen : aber, wichtig war mir Hilfe.
Erhältlich beispielsweise bei Amazon:
Natürlich war im Fortgang auch der Orthopäde gefragt, diesem nannte ich Arthrologes und er antwortete sinngemäß; „Ich kenne nicht die Mengenangaben in diesem Nahrungsergänzungsmittel, empfehle aber selber aus Kostengründen immer Voltaflex.“ Nun gut, dann beschäftige ich mich eben mit den Beipackzetteln und kombiniere dass 4 Kapseln arthroLoges in etwas 3 Kapseln Voltaflex entspricht, aber im Endeffekt tatsächlich günstiger ist. Dieser Tausch hat bei mir bestens funktioniert. Ich denke, Nahrungsergänzungsmittel sind mit ihrer Wirkweise nicht zwangsläufig nachgewiesen, mir persönlich war es aber (neben vielen weiteren Schritten) einer zur Gesundung.

Ebenfalls bei Amazon erhältlich ist Voltaflex750.

Seit nunmehr über einem halben Jahr ist bei mir der Zusatzstoff Glucosaminol ebenso erfolgreich wie bei meinen Katzen – meine ich sagen zu können.

Weitere Infos zum Thema gibt es beispielweise bei der Pharmazeutischen Zeitung, welche aber genau für die Branche ist, die Nahrungsergänzung herstellt. Hilfreich erschien mir der Beitrag bei Bewegungsschmerzen, der selber auch in Frage stellt, ob eine Linderung erreicht werden kann oder nicht. Ich selber werde trotz allem für und gegen erst einmal bei der Einnahme bleiben, vielleicht bin ich irgendwann so fit, dass ich versuchen kann eine „Krücke“ nach der anderen abzugeben, aber das wird wohl noch etwas Zeit benötigen.
 

 

 

Hüftarthrose

Noch im Mai 2017 musste ich befürchten nie wieder laufen zu können. Aber ich habe es geschafft mit vielen Hilfsmitteln und entsprechenden Hilfsangeboten. Angefangen vom selbst bezahlten Giropraktiker, zur Krankengymnastik über gymnastische Übungen, Tensgürtel für den Rücken, der seit Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen ist und auch mit Hilfe eines Schmerztherapeuten.

Von der damaligen Hausärztin mit einer Großpackung Tilidin und Diclofenac versorgt wusste ich nicht mehr weiter und habe mich – sehr zur Wut dieser Hausärztin – an einen Chirurgen gewandt. Vermutlich habe ich diesem zu verdanken, dass ich nunmehr nach über einem halben Jahr auf dem Aufwärtstrend bin. Er stellt nicht nur eine Hüftarthrose vom feinsten rechts und links fest, die einer künstlichen Hüfte bedürfen würden sondern auch eine böse Entzündung. Er half mir gegen die Entzündung anzugehen. Anfänglich mit Antibiotika und Cortisan, ergänzend dann mit einer an vielen Stellen der Hüfte gesetzten Spritze.
Nun lief ich zwar immer noch wie Quasimodo, aber ich konnt wieder den einen oder anderen Schritt laufen und konnte wieder mein Auto nutzen.

Nun folgte ein langer Weg, der sich aber gelohnt hat!